Die Israeliten in der Wüste

Carl Philipp Emanuel Bach

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Dramatisches Oratorium, Wq. 238, H. 775.

Carl Philipp Emanuel Bach schrieb seine „Israeliten in der Wüste“ unmittelbar nach seinem Amtsantritt 1768 / 69, als er von (seinem Paten) Georg Philipp Telemann dessen Amt des Hamburger Musikdirektors übernommen hatte. Bei seiner musikalischen Visitenkarte wählte er einerseits ein Sujet, das ihm eine breite Palette an Ausdrucksmöglichkeiten bot, er komponierte aber auch ein neutrales Thema, das konfessionell nicht festgelegt war. Der erste Teil entfaltet theatralische Wirkungen, der zweite dient der geistlichen Vertiefung des Erlebten. Das Thema musste Bach schon allein aus seiner Ästhetik der Empfindsamkeit und des Sturm und Drang heraus gereizt haben: Menschen in extremen Lebenssituationen textlich und musikalisch zu schildern. Die Zeitgenossen waren begeistert: Reichardt schrieb: „…wie gewaltig das Geschrey des verzweifelten Volkes, wie originell der Ausdruck seines Hohnes gegen Gott, wie majestätisch die Sprache Mosis und wie flehentlich sein Gebet, wie lieblich die ganze letzte Scene gegen die erstern grauenvollen erbärmlichen Scenen absticht…“

1. Teil
Die Zunge klebt am durren Gaumen (Chor der Israeliten)
Rezitativ: Ist dieses Abrams Gott? (Erster Israelit)
Arie: Will er, dass sein Volk verderbe? (Erster Israelit)
Rezitativ: Verehrt des Ew’gen Willen (Aaron)
Arie: Bis hieher hat er euch gebracht (Aaron)
Rezitativ: Warum verliessen wir Ägyptens blühend Land? (Zweiter Israelit)
Arie: O bringet uns zu jene Mauern (Zweiter Israelit)
Rezitativ: Für euch fleht Moses stets (Aaron)
Symphonie
Rezitativ: Welch ein Geschrei tönt in mein Ohr? (Moses)
Du bist der Ursprung unsrer Not (Chor der Israeliten)
Rezitativ: Undankbar Volk (Moses)
Duett: Umsonst sind unsre Zahren (Erster, Zweiter Israelit)
Begleitung: Gott, meiner Vater Gott (Moses, Chor)
Arie: Gott, sieh Dein Volk im Staube liegen (Moses)
Oh Wunder! (Chor der Israeliten)

2. Teil
Verdienet habt ihr ihn Zorn des Herrn (Moses)
Arie: Gott Israels, empfange in jauchzenden Gesange (All)
Rezitativ: Woe nah war und der Tod!  (Erster Israelit)
Arie: Vos der Mittags heissen Strahlen (Erster Israelit)
Begleitung: O Freunde, Kinder (Moses)
Rezitativ: Beneidenswert, die ihren Sohn ihn nennt (Zweiter Israelit)
Arie: Oh selig, wem der Herr gewahret (Zweiter Israelit)
Rezitativ: Hofft aud den Ew’genn (Moses)
Verheissner Gottes (Chor)
Was der alten Vater Schoar (Chor)
Rezitativ: Oh Heil der Welt (Aaron)
Lass Dein Wort (Chor)

Gudron Sidonie Otto, Sopran
Nele Gramß, Sopran
Hermann Oswald, Tenor
Michael Schopper, Bass

Salzburger Hofmusik
Wolfgang Brunner, Leitung

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