Martines – Farbige Kantaten einer Komponistin

Marianna Martines (1744–1812)

Psalmenkantaten Psalm 110 »Dixit Dominus«; Psalm 151 »Come le limpide onde« Sinfonie C-Dur

Marianna Martines war eine hoch geschätzte Künstlerin ihrer Zeit. Ihr Mentor Pietro Metastasio schätzte das Können von Marianna Martines ebenso sehr wie W. A. Mozart, der in Wien häufig an ihren »musikalischen Abendunterhaltungen« teilnahm. Mit diesen Abenden beeinflusste sie das Musikleben Wiens maßgeblich. Mit der Kantate »Dixit Dominus« bewarb sie sich um die Aufnahme an die »Accademia Filarmonika di Bologna« und wurde deshalb als erste Frau in diesen elitären Kreis international renommierter Tonkünstler aufgenommen. Zwar ist das Werk stilistisch vorrangig vom Stil der italienischen Frühklassik geprägt, aber sie stellt kontrapunktische Arbeit in alter Manier neben zeitgemäß Galant-Empfindsames und ihre Instrumentation ist äußerst abwechslungsreich und farbig. Die geistliche Kantate »Come limpide« enthält als Besonderheit zwei Arien mit einer obligaten Salterio-Partie (barocker Vorläufer des heutigen Hackbretts) und war der Ausgangspunkt für unsere Beschäftigung mit der Komponistin Martines.

Solisten:

Sopran              Marianna Herzig  und Aleksandra Zamojska 

Mezzosopran      Nele Gramss und Eva Schossleitner

Tenor                   Christian Havel  und Virgil Hartinger 

Bass                     Roland Faust    

Salterio                Heidelore Schauer

Die CD entstand  in Zusammenarbeit  mit der Universität Mozarteum Salzburg (Koordinationsstelle für Gleichstellung und Gender Studies, Referat für Forschungsförderung, Institut für Alte Musik).

Der erste Satz der CD ist auch als Videomitschnitt der Aufnahme unter https://www.youtube.com/watch?v=3b3VgteW-rk zu hören und zu sehen. Erhältlich im Fachhandel oder direkt unter salzburg@hofmusik.at.

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