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DIE SALZBURGER HOFMUSIK


 


Salzburger Hofmusik, 24. September 2008, Varazdin (Kroatien): C.P.E. Bach, Die Israeliten in der Wüste


  1991 gründete der Salzburger Musiker Wolfgang Brunner unter dem Namen Salzburger Hofmusik ein Ensemble in variablen Besetzungen vom Trio bis zum Orchester. Die Programme umfassen hauptsächlich Werke vom 17. bis ins frühe 19. Jahrhundert, wobei die Musik der Hofkapelle unter den Salzburger Fürsterzbischöfen einen Schwerpunkt des Repertoires setzt.
Der Name "Salzburger Hofmusik" stammt aus dem 18. Jahrhundert und bezeichnete damals im Volksmund die fürsterzbischöfliche Hofkapelle.
Gleichzeitig werden Programme erarbeitet, die Salzburgs Einbettung in die Musikgeschichte der österreichischen und der europäischen Kulturtradition aufzeigen.
Dazu gehören die wissenschaftliche Aufarbeitung, insbesondere die Erschließung neuer, bisher nicht beachteter oder zu Unrecht vergessener Quellen. Im Sinne einer möglichst authentischen Darbietung spielt das Ensemble hauptsächlich (aber nicht ausschließlich) auf historischen Instrumenten oder originalgetreuen Kopien.


 


Wolfgang Brunner, Veronica Kröner, Peter Sigl, Hans Brüderl, Walter Rumer
Tage Alte Musik in Herne 1996


Die Verwendung historischer Instrumente und stilistische Erkenntnisse der Aufführungspraxis geben einen lebendigen Eindruck von der faszinierenden Farbigkeit in der Musik jener Zeit. Das Ensemble wurde u.a. eingeladen zu den Festivals für Alte Musik in Brügge, Utrecht und Herne, zur Salzburger Mozartwoche, zum Kissinger Sommer sowie zu Konzerten in Tschechien, Slowenien, Italien, Spanien, Russland, der Türkei und Israel.


Triobesetzung mit Violine: Cornelia Löscher; und Violoncello: Luise Buchberger


Unter den CD-Produktionen der Salzburger Hofmusik - erschienen größtenteils bei Profil - Edition Günter Hänssler (früher felicitas) und cpo - befinden sich viele Erstaufnahmen Salzburger Komponisten aus Barock und Klassik, so z.B. mit Heinrich Ignaz Franz Bibers Oper "Arminio" die älteste erhaltene Salzburger Oper, Weihnachtsmusik vom Hof der Salzburger Fürsterzbischöfe und Vorläufern der Mozartschen Kirchensonaten. Bei felicitas erschienen außerdem Cembalo- und Klavierkonzerte von W.A. Mozart, sowie, mit Neuauflagen bei Profil, die beiden CD's "Beethoven und die Volksmusik", und - in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Tobias Reiser - "Schubert und die Volksmusik". Unter dem Label cpo veröffentlichte die Salzburger Hofmusik in den letzten Jahren Johann Michael Haydns Pantomime Der Traum, dazu sämtliche erhaltenen Instrumentalwerke des kroatischen Komponisten Luca Sorkocevic.
Die jüngsten Einspielungen des Ensembles: (bei Profil) Konzerte für 3 und 2 Klaviere von W.A. Mozart, "Schuberts Freunde" (Lieder, Kammermusik und Männerquartette von A. Tonitz, A. Hüttenbrenner, F. Schubert u.a.), die Singspiele "Die Hochzeit auf der Alm" und "Der Bassgeiger zu Wörgl" von J.M. Haydn sowie, mit dem Solisten Hansjörg Angerer, Mozarts Hornkonzerte - eine Produktion der Universität Mozarteum Salzburg.



Vivaldinacht 2007 in Benediktbeuren

(von links nach rechts:) Veronika Kröner, Wolfgang Brunner, Firmian Lermer, Luise Buchberger,
Cornelia Löscher, Alexandru Bota, Hans Brüderl, Martin Hinterholzer
(Foto: Egon Hempel)