Neue Doppel-CD: J.M. Haydn’s Bläserkonzerte Vol.1 & Vol. 2 bei CPO

Die Salzburger Hofmusik und Wolfgang Brunner haben eine neue musikalischen Rarität beim Label CPO auf CD veröffentlicht – die Bläserkonzerte des Salzburger Haydns Johann Michael, die man nur selten bis nie zu hören bekommt. Einige dieser Kompositionen dürften seit ihrer Entstehungszeit (hauptsächlich in den Jahren 1760-1770 in Salzburg) nie wieder in Salzburg aufgeführt worden sein. Und so ist es nicht verwunderlich, dass das Ensemble in vielen Fällen neue Partituren anfertigen musste.

Außerdem wurden für die beiden CD-Produktionen (Vol. 1 erschien Ende 2013, Vol. 2 im August 2014) sowie die Salzburger Aufführung am 09. September 2012 einige Instrumente speziell rekonstruiert, so z.B. eine Klarinette in A nach Rottenburgh. Denn im 1764 komponierten „Concertino“ schuf Johann Michael Haydn das früheste solistische Werk für dieses Mitglied der Klarinetten-Familie. Die virtuose Stimmführung und der große Tonumfang der Solo-Stimme lassen vermuten, dass der Solist Haydns bereits ein für die damalige Zeit sehr fortschrittliches Instrument besaß. Im Flötenkonzert werden Kadenzen aus einem in Lambach befindlichen Manuskript gespielt.

Viele der im Konzert aufgeführten Werke stammen aus mehrsätzigen Serenaden und entsprechen dem Salzburger Usus im 18. Jahrhundert, dort solistische Sätze einzubauen. Offensichtlich besaß die Salzburg Kapelle seinerzeit einen höchst virtuosen Posaunisten, für den im übrigen auch Leopold Mozart solistische Kompositionen schrieb.

Die Trompetensätze Johann Michael Haydns gehören hinsichtlich ihres Tonumfang zum Aberwitzigsten, was für Naturtrompete geschrieben wurde – es jagt den Trompeter hinauf zum 24. Teilton der Naturtonreihe – eine absolute „Weltrekordhöhe“!

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